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Jungwinzer des Jahres

Innovative Ideen aus Keller & Weinberg

Die gezielte Förderung des deutschen Winzernachwuchses ist ein besonderes Anliegen der DLG. In insgesamt drei Runden des DLG-Jungwinzerwettbewerbs stellen die jungen Talente ihr Wissen und Können unter Beweis. Im Rahmen der Qualifikationsrunde wird das Fachwissen in den Bereichen Oenologie, Wein-Sensorik und internationale Weinwirtschaft in Theorie und Praxis geprüft. In der zweiten Runde wird die Weinqualität im Rahmen der Bundesweinprämierung bewertet. In der Finalrunde stellen sich die besten Teilnehmer schließlich den Fragen einer Fach-Jury aus Weinexperten, Dozenten und Oenologen, welche die Sieger unter den besten deutschen Weintalenten ermittelt.

Nicolas Olinger

Jungwinzer des Jahres 2021 - Weingut Gebrüder Müller - Familie Olinger (Franken)

Für Nicolas Olinger (Jahrgang 1988) ist es kaum zu glauben, dass er der DLG-Jungwinzer des Jahres 2021/2022 geworden ist. Viel zu angestaubt war ihm als Kind das Berufsbild des Winzers. Als er dann die Naturverbundenheit, Kreativität und Leidenschaft der Weinwelt kennen gelernt hat, war klar – er wird Winzer. Nach der Ausbildung zum Winzer in Franken entdeckte er den Weinbau auf der Südhalbkugel in Neuseeland. Zurück in Deutschland lernte er verschiedene Weinstile, den Weltweinbau und die Getränkewelt in der Fortbildung zum IHK-geprüften Sommelier in Berlin kennen. Für den betriebswirtschaftlichen Hintergrund im eigenen Betrieb schloss er das Studium der Internationalen Weinwirtschaft an der Hochschule Geisenheim erfolgreich ab.

Bereits mit dem Jahrgang 2015 erfüllte er sich den Wunsch nach seiner eigenen Weinlinie unter dem Familiennamen Olinger. Der dazugehörige Slogan Wein&Natur spiegelt genau die Philosophie des Winzers wider. Der Weinanbau wurde auf ökologische Wirtschaftsweise (Bioland seit 2020) umgestellt und im Keller greift er am liebsten gar nicht ein. Ganz wichtig sind für ihn die Lese von Hand und ein schonender langsamer Weinausbau. Direkt mit in die Natur nimmt der Jungwinzer gerne seine Kunden um in seiner fränkischen Heimat Iphofen detaillierter am Rebstock auf seine Philosophie einzugehen. Dabei legt er großen Wert auf einen unkomplizierten aber auch wertschätzenden Umgang mit Wein. Das Sortiment des Weinguts umfasst regionstypisch Sylvaner in verschiedenen Qualitätsstufen, aber sein persönliches Augenmerk liegt vor allem auf den Burgundersorten wie Chardonnay, Weißburgunder, Auxerrois und Spätburgunder.


Angetrieben von seiner Freude am Experimentieren und Entdecken hat er mit einem bekannten Brauer aus Nürnberg das Grapeale, ein Craft Beer aus Bier und Weintrauben, gemacht. Ebenso kam er aufgrund des starken Maifrosts und dem damit verbundenen Ernteausfall gemeinsam mit einem befreundeten Winzerkollegen auf die Idee, einen Apfelbirnen- Schaumwein einzuführen.

Zitat Weinphilosophie:

 „Wir leben mit und von der Natur. Das ist unsere Philosophie, die unser Slogan „Wein & Natur“ auf den Punkt bringt. Ökologie und Nachhaltigkeit sind für uns eine Frage der inneren Haltung, die von der Liebe zur Heimat Iphofen in Unterfranken geprägt ist. Unsere Weine entstehen aus dem Bauch heraus. Jedes Jahr anders, ohne festen Plan, aber mit viel Gefühl. Die Lese von Hand und ein schonender langsamer Weinausbau sind uns sehr wichtig. Spielen können wir mit einem bunten Satz aus verschiedenen traditionellen Rebsorten, hauptsächlich Sylvaner in verschiedenen Qualitätsstufen. Mein persönliches Augenmerk liegt vor allem auf den Burgundersorten wie Chardonnay, Weißburgunder, Auxerrois und Spätburgunder.“  

Manuel Wild

Jungwinzer des Jahres, 2. Platz - Weingut Wild aus Gengenbach (Baden)

Der studierte Önologe und Edelbrandsommelier Maunel Wild (Jahrgang 1991) ist der älteste von drei Brüdern. Schon immer hat er Verantwortung, Herausforderung und große Aufgaben gesucht und mit der Gründung des eigenen Weinguts 2015 auch gefunden. Zuvor sammelte er bei vielen namhaften Weingütern in der Region und der ganzen Welt wertvolle Erfahrungen und Inspirationen. Von Anfang an wusste er, dass seine Weine laut und ausdrucksstark sein sollen mit nur minimalistischem Eingriff in den Entstehungsprozess. Seine Kollektion reicht heute vom fruchtigen Riesling bis hin zum tiefgründigen Pinot Noir und preisgekrönten Chardonnay. Zusammen mit seinen Brüdern, die sich vor allem um die angegliederte Brennerei kümmern, führt er den elterlichen Betrieb in die Zukunft.

Zitat Weinphilosophie:

„Wer Wein machen will, der andere begeistert, muss mit seinen Weinen eine Geschichte erzählen können – davon habe ich zum Glück genügend. In unseren Produkten steckt unser gesamtes Herzblut, unser Können und unsere Leidenschaft. Es ist die handwerkliche Verbundenheit und die Liebe zur Natur, die unsere Produkte am Ende so besonders machen.“

Felix Reich

Jungwinzer des Jahres, 3. Platz - Winzergenossenschaft Divino Nordheim Thuengersheim eG (Franken)

Aufgewachsen in einem Familienweingut an der Volkacher Mainschleife sammelte Felix Reich (Jahrgang 1993) viele Erfahrungen im Weinbau und Keller. Nach dem Weinbau und Oenologie-Abschluss in Geisenheim 2016 und diversen Praxiserfahrungen auch in Übersee landete Felix Reich wieder in heimischen Gefilden bei der Winzergenossenschaft DIVINO Nordheim Thüngersheim. Hier startete er seine berufliche Karriere als Weinbaumanager bevor er Kellermeister wurde. Seit einem Jahr steuert er als Technischer Betriebsleiter die Prozesse im Weinberg, Keller und Füllung. Aktuell befindet sich der Jungwinzer im berufsbegleitenden MBA-Studium Management in der Weinwirtschaft in Geisenheim, um seine Expertise noch breiter für zukünftige Aufgaben aufzustellen.

Zitat Weinphilosophie:

„Ich sehe mich als die junge Generation, die sich mit einem schwierigen Generationenwechsel beschäftigen muss. Begeisterung und Leidenschaft treiben mich und mein großartiges Team an, um uns den Herausforderungen zu stellen. Es geht nur gemeinsam, um der jungen Generation durch gute Wertschöpfung in der Traubenproduktion den Spaß zum Weinbau zurückzubringen. Das treibt mich täglich an, um gute Weine zu machen.“

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