Potential und Trends des Jahrgangs 2025
Bei der Bundesweinprämierung 2026 stand der Weinjahrgang 2025 im Fokus. Bilderbuchtrauben mit kleinen Beeren und hoher Reife, sehr unterschiedliche aber im Schnitt kleine Erträge und eine schnelle Ernte prägten den 2025er Weinjahrgang. Er war von einem dynamischen Vegetationsverlauf geprägt. Warme und teils trockene Phasen ließen die Reben vielerorts früh reifen; Niederschläge im September erhöhten in zahlreichen Anbaugebieten den Zeitdruck bei der Lese. Für die Winzerinnen und Winzer kam es deshalb auf genaue Beobachtung, präzise Lesezeitpunkte und eine sorgfältige Selektion der Trauben an. Die kleineren Beeren und geringeren Erträge in vielen Regionen brachten zugleich konzentrierte, aromatische Moste hervor.
„Sensorisch zeigt sich der Jahrgang vielfach fruchtbetont und ausdrucksstark, mit klarer Sortenprägung und einer frischen Säure. Besonders Burgundersorten und Rotweine profitierten von den klimatischen Gegebenheiten“ so der DLG prüfbevollmächtigte Prof. Dr. Rainer Jung.
Seit längerem mal wieder konnten vermehrt edelsüße Spezialitäten hervorgebracht werden. In vier Prüfrunden stellten sich die Weine dem Urteil der DLG-Weinprüfer und wurden überwiegend hoch bewertet – ein positives Ergebnis für die eingereichten Weine des Jahrgangs 2025. Wieder einmal bewiesen die Winzerinnen und Winzer mit viel Fingerspitzengefühl ihr Können.